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mit Solidarität der Städtepartner

Gedenken am 19. Dezember 2017
mit Solidarität der Städtepartner

Gedenken in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Am 19. Dezember 2017 ist der 1. Jahrestag des Terroranschlages auf dem Breitscheidplatz. Der Tag steht ganz im Zeichen der Trauer und Anteilnahme. Der Weihnachtsmarkt bleibt geschlossen. Der gesamte Straßenbereich um die Gedächtniskirche mit Budapester Stra0e, Tauentzien und Kurfürstendamm, sowie Kantstraße ist seit Montag um 22 Uhr für den Verkehr gesperrt.

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann zeigte in einer Pressemitteilung seine Anteilnahme:

„Mit Dankbarkeit erinnern wir uns der Anteilnahme aus unseren Städtepartnerschaften, als der furchtbare Terroranschlag das friedliche Zusammensein auf dem Breitscheidplatz – mitten im Herzen der City West – am 19. Dezember 2016 jäh zerstörte.
Am Dienstag, dem 19. Dezember 2017, wird der Weihnachtsmarkt geschlossen bleiben, denn zum ersten Mal werden wir diesen traurigen Jahrestag begehen. Am Vormittag wird mit dem ‚Goldenen Riss‘ das neue Gedenkzeichen, das zugleich die Namen aller zwölf Opfer auf den Stufen hin zur Kirche zeigt, im Beisein der Angehörigen sowie des Bundespräsidenten eingeweiht. Um 20:02 Uhr, dem Zeitpunkt des Anschlags, wird es zehn Minuten des Innehaltens und Gedenkens geben, während die beeindruckende Große Kirchenglocke läutet.

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann wies auf die besondere Sitation der Schausteller hin, die hier in diesem Jahr an genau gleicher Stelle ihre Stände betreiben, und besonders emotional belastet sind:

Naumenn: „Die Präsenz der Schausteller*innen ist aufgrund des traumatischen Ereignisses keine Selbstverständlichkeit – ihnen gebührt unser aller Respekt und Dank. Diese Entscheidung ist ein wichtiges Zeichen weit über die Grenzen von Charlottenburg-Wilmersdorf hinaus, dass wir nicht aus Angst vor dem Terror weichen, sondern für unsere Werte und unsere freie Lebensweise mit Nachdruck einstehen.“

Partnerstädte und Landkreise zeigen auch 2017 ihre Solidarität

Naumann: „Auch in diesem Jahr werden uns unsere Partnerstädte und -landkreise ihre Verbundenheit zeigen und sich ganz unterschiedlich unserem Gedenken anschließen und damit ein deutliches Zeichen für das Miteinander und die Werte unserer offenen und freien Gesellschaft setzen.
So werden die Partnerlandkreise Rheingau-Taunus, Kulmbach, Marburg-Biedenkopf, Waldeck-Frankenberg, Forchheim, die Partnerstädte Mannheim, Minden, Split (Kroatien), Trento (Italien), Linz (Österreich) und Budapest / V. Bezirk (Ungarn) mit uns gemeinsam im Gedenken verbunden sein. Dies ist tröstlich und ermutigend zugleich.“

Solidarität zeigte der Mannheimer Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz, der ein Schreiben an Bezirksbürgermeister Naumann richtete. Aus den anderen Partnerstädten und Landkreise werden Solidaritätsbekundungen gemeldet:

• Forchheim: Schweigeminute auf dem Weihnachtsmarkt der Stadt Forchheim

• Kulmbach: Die Glocken der Kirchen der Stadt und des Landkreises werden läuten, die Dekane beider Kirchen werden in den Gottesdiensten in ihren Gebeten und Fürbitten an diesen Tag erinnern

• Marburg-Biedenkopf: Wird den ganzen Tag auf dem Facebook-Auftritt den Opfern und Angehörigen gedenken und über das Gedenken in den anderen Städten informieren

• Rheingau-Taunus: Schweigeminute auf dem Weihnachtsmarkt in Rüdesheim

• Waldeck-Frankenberg: Videobotschaft vom Landrat Klaus Peter Söllner

• Budapest: Schweigeminute auf dem Weihnachtsmarkt

• Trento: Die Fahnen der Stadt werden Halbmast gehisst

• Mannheim: Schweigeminute auf dem Weihnachtsmarkt am Wasserturm

• Split: Schweigeminute auf dem Weihnachtsmarkt

• Minden: Auf dem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt werden für zehn Minuten die Lichter und die Musik ausgeschaltet und Kerzen entzündet, die Glocken der Evangelischen Ratskirche St. Martini werden läuten.

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