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1 Jahr Rot-Rot-Grüne Koalition

IHK-Statement:
1 Jahr Rot-Rot-Grüne Koalition

Dr. Beatrice Kramm

Dr. Beatrice Kramm, Präsidentin der IHK Berlin, hat in dieser Woche Bilanz zu einem Jahr Rot-Rot-Grüner Koalition in Berlin gezogen:

„Der Gestaltungswille des Rot-Rot-Grünen Berliner Senats ist nach knapp einem Jahr deutlich erkennbar. So hat die Revitalisierung der Industriepolitik richtigerweise wieder Priorität erhalten, damit Flächencluster und hochwertige neue Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Die politische Fokussierung auf öffentliche Unternehmen hingegen ist in der Energiepolitik zumindest fragwürdig und in der Wohnungspolitik deutlich unzureichend, um die neuen Wohnungsbedarfe auch nur annähernd zu decken.
Für die nächsten vier Jahre erwarten wir daher, dass die Rolle der Privatwirtschaft beim Wohnungsbau in dieser Stadt anerkannt und gestärkt wird.

Aus Sicht der Wirtschaft begrüßen wir aber die angekündigte Investitionsoffensive in Infrastruktur und Schulen, die den jahrelangen Sanierungsstau mittelfristig beseitigen kann.

Für die wichtigste politische Aufgabe zeichnet sich hingegen auch im neuen Senat noch keine tragfähige Lösung ab: die dringend benötigte Verwaltungsmodernisierung.

Hier ist insbesondere bei der Zusammenarbeit von Senat und Bezirken als auch bei der Digitalisierung der behördlichen Leistungsangebote noch kein Konzept erkennbar.

Insofern mangelt es nicht an neuen Aufgaben für die verbleibenden vier Jahre dieser Legislaturperiode.“

Pressemitteilungen der IHK-Berlin | 27.11.2017


Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen sagte Dr. Marion Haß, Geschäftsführerin Wirtschaft & Politik der IHK Berlin:

„Der hohe Fachkräftebedarf der Berliner Betriebe sorgt für eine anhaltend hohe Aufnahmefähigkeit des lokalen Arbeitsmarktes. Dies bietet Arbeitsuchenden gute Chancen für neue Beschäftigungsmöglichkeiten.
An diesem Zustand ändert auch die Digitalisierung wenig. Trotz zunehmender Automatisierung bleibt der Fachkräftemangel größtes Wachstumshindernis. Das ist das Ergebnis einer aktuellen IHK-Studie. Berlin muss daher konsequent auf die Digitalisierung in Bildung und im Arbeitsmarkt setzen, damit der Berliner Arbeitsmarkt für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet ist.“

Pressemitteilungen der IHK-Berlin | 30.11.2017

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