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Neue Chancen für das ICC-Berlin

ICC Internationales Kongresszentrum Berlin

Die großen Haushaltsüberschüsse machen es möglich – und der steigende Bedarf nach neuen Kongreßflächen in Berlin. Das ICC Berlin soll saniert werden. Nach der Senatsklausur wurde die neue Planung bekannt gegeben: Spätestens 2019 sollen die Bauarbeiten am Internationalen Congress Centrum in Charlottenburg beginnen.
Vor allem Wirtschaftssenatorin hat sich intern für das Projekt stark gemacht und sich für eine pragmatische Gangart eingesetzt.
Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte dazu nach der Klausurtagung der rot-rot-grünen Regierung im RBB:

„Im kommenden Vierteljahr“ wolle der Senat mit dem Abgeordnetenhaus verabreden, in die Schadstoffsanierung einzutreten.“ Rund 200 Mio. € seinen zunächst geplant.
Noch muss die Vorlage durch das Parlament. Nach Zustimmung müssen dann die Aufträge für die aufwändigen Sanierungsarbeiten ausgeschrieben werden. Dies soll in der zweiten Hälfte 2018 passieren, kündigte Müller an.

ICC – Berlin: Gebundener Asbest im Gebäude verarbeitet

Anders als im ehemaligen Palast der Republik, in dem Spritzasbest verarbeitet wurde, und in dem Asbeststaub wegen einer unzureichenden Baustellen-Endreinigung in den Zwischenwänden frei wurde, sind im ICC-Berlin Platten aus gebundenen Asbest verarbeitet worden. Der Aufwand der Asbestbeseitigung ist daher etwas weniger aufwändig, denn nur an Schnittkanten und Bohrungen wird Asbest staubförmig freigesetzt. Es kommt daher auf eine schonenden Rückbau der Innnenwandverkleidungen an, die bis zum Rohbauzustand führen.

Veraltete Gebäudetechnik der siebziger Jahre

Gebäudetechnik und Klimanalagen stammen aus einer Zeit, in der Energiesparen noch nicht so hoch im Kurs stand, wie heute. Die gesamte Gebäudetechnik musste in Gang gesetzt werden, auch wenn nur kleine Teilflächen im ICC bespielt werden. Darüberhinaus gibt es sehr große Foyerflächen, die für ein ungünstiges Nutzflächenverhältnis bei Kongressen sorgen. Das alte Gebäudekonzept ist daher unwirtschaftlich. Das war auch der Grund, weshalb das ICC bei der Messe Berlin das ungeliebte Kongresszentrum wurde.

Die gesamte Gebäudetechnik muss aus dem Gebäude entfernt werden. Eine Neukonzeption ist erforderlich – und damit eine Herausforderung, die der Gebäudetechnik im Hauptterminal des BER recht ähnlich ist.

Kosten mit großen Unsicherheiten

Bisher sind für den Berliner Steuerzahler 200 Millionen Euro geplant. Doch dabei wird es nicht bleiben: denn die gesamten Kosten bezifferte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop im vergangenen Herbst chon auf mehr als eine halbe Milliarde Euro.
Die fehlenden 300 Millionen Euro sollen nach bisheriger Planuung von privaten Investoren kommen, dafür sind dann auch bauliche Ergänzungen wie ein Hotel denkbar.
Ein Gesamtkonzept für das ICC existiert noch nicht. Die Zeit für die Schadstoffsanierung muss daher auch für eine Projektentwicklung der Nachnutzung genutzt werden.

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