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Schwanen-Liebe auf der Krumme Lanke

Schwanenpaar in der Krumme Lanke

Die Geschichte vom einsamen Schwan auf der Krumme Lanke hat am Wochenende viele Leserinnen und Leser berührt.

Einige hatten Zweifel geäußert, ob er jemals seine „Schwanendame“ wiedersehen würde ….

Doch die romantische Geschichte geht weiter: gestern früh ist sie wieder im Revier Krumme Lanke eingeschwebt.

Offenbar hatte sie grossen Hunger. Freude kam auf — das Schwanenpaar war wieder vereint. Das Synchrontanzen begann: sie ließen ihre Hälse zu einem Herz werden, begleitet von Schwanen-Gesang und erregten Lauten.

Ehrenamtliche Tierschützer und Tierfreunde haben einen Blick auf das Schwanenpaar, denn noch immer ist die offene Wasserfläche gefährlich klein. Sie bewachen die Wasservögel seitdem der See zugefroren ist, denn der Aufenthalt in dem kleinen Wasserloch ist nicht ganz ungefährlich.

Direkt an dem Durchgang von Brücke und Seeweg — die über den Zufluss des Fenngrabens führt — können frei vorbeilaufende Hunde bis an Ufer vordringen, und Enten und Schwäne aufschrecken.
Das passiert vor allem an den Wochenenden.

Die GrunewaldschutzverordnungSchVO Gw vom 20. Dezember 2017 untersagt ausdrücklich, außerhalb markierter Bereiche Hunde frei laufen zu lassen.
Trotz Leinenzwang lassen sich aber auch manche Hundebesitzer nicht abbringen, auch wenn auf den Naturschutz verwiesen wird: die kesse Ausrede „mein Hund tut ja nichts…“.

Für die auf kleinem Raum in der Kälte ausharrenden Enten und Schwäne ist das immer höchster Stress, wenn sie angekläfft und zur Spielball für die Hunde werden.

Schwäne füttern – oder besser nicht füttern?

Schwäne fressen von Natur aus am Wasser wachsende Pflanzen, auch Gras, Wasserinsekten oder kleine Fische. In der Regel finden Schwäne von selbst genug Nahrung. Ein zusätzliches Nahrungsangebot von Menschen ist also nicht nötig.
Doch wenn Seen zufrieren, schrumpft die zugängliche Fläche und das Nahrungsangebot. Ein Zufüttern im Winter kann helfen. Körner wie Gerste, Hafer, Weizen oder Mais liefern Nährstoffe und Kalorien. Brot ist generell eher schädlich, es kann im Hals quellen und den Schwan ersticken.
Aktuell helfen erhalten die Schwäne eine artgerechte Zufütterung.

Bis zum endgültigen Auftauen der Eisschicht auf dem Wasser, hüten die nun Tierschützer abwechselnd in drei Schichten diese Wasservögel.

Schwanenpaar in der Krumme Lanke - Foto: Marion Oldenburg
Schwanenpaar in der Krumme Lanke – Foto: Marion Oldenburg