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Sicherstellung von E-Scootern in Charlottenburg-Wilmersdorf

E-Scooter auf dem Bürgersteig

Verkehrsbehinderungen durch E-Scooter behält das Ordnungsamt Charlottenburg-Wilmersdorf nach wie vor im besonderen Fokus. Neben der regelmäßigen Ahndung von Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung wurden im Zeitraum vom 2. April bis 3. Mai 2022 nun auch in größerem Umfang E-Scooter sichergestellt. — Die insgesamt 34 E-Scooter der Firmen Bird und Lime fielen aufgrund fehlender Versicherungsplaketten auf.

Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger erklärte dazu:

„Ich finde es besonders ärgerlich, neben der tagtäglichen Tatsache, dass E-Scooter verkehrsbehindernd abgestellt werden, dass auch nicht verkehrssichere E-Scooter eingesetzt werden. Hier werden wir weiterhin entsprechend gegensteuern und diese weiterhin entsprechend sicherstellen. Auch das verkehrsbehindernde Abstellen der E-Scooter ist gerade für mobilitätseingeschränkte Menschen eine Gefahrenquelle. Neben der Schaffung von Abstellmöglichkeiten prüfen wir gerade in einem Pilotprojekt die technischen Möglichkeiten, durch digitale Systeme zu einer deutlich schnelleren Beseitigung nicht ordnungsgemäß abgestellter Scooter zu kommen.“

Die Problematik der ungeordnet auf den Gehwegen abgestellten E-Scooter wäre technisch lösbar, wenn es dazu endlich ein berlinweites Konzept betreiberübergreifendes Konzept gibt. Ein Bonussystem könnte das Abstellen der E-Scooter in markierten Bereichen belohnen, die digital per „Geo-Fencing“ (virtuellen Zäunen) ausgewiesen sind.
Wer seinen geliehenen E-Scooter außerhalb der „Parkzonen“ abstellt, muss Zusatzkosten für das Umsetzen der Scooter nachzahlen, oder eine Sperre im Sharing-System in Kauf nehmen.

Das „Free-Floating“ Konzept der Mikromobilität würde damit aber eingeschränkt, eine akzeptable Kompromisslösung muss daher erst noch erarbeitet werden.