Dienstag, 03. November 2026
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GSG Berlin: „Drei von zehn Unternehmen planen Standortwechsel innerhalb Berlins

GSG-Hof Helmholtzstraße

GSG-Auswertungen zeigen hohe Umzugsbereitschaft. Viele Firmen bleiben in der Hauptstadt. Charlottenburg-Wilmersdorf zählt zu den häufig genannten Zielbezirken, verliert aber bei Gründungen und Zuzügen an Dynamik. Berliner Unternehmen zeigen im Vergleich mit anderen großen deutschen Städten eine hohe Umzugsbereitschaft. Knapp drei von zehn Unternehmen mit Sitz in Berlin planen in den kommenden 18 Monaten einen Standortwechsel. In den übrigen untersuchten Städten liegen die Werte niedriger, in Köln deutlich. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Trend Research Hamburg im Auftrag der GSG Berlin.

Attraktivität der Bezirke unterschiedlich

Die meisten umzugswilligen Berliner Unternehmen wollen in der Hauptstadt bleiben: Rund acht von zehn nennen Berlin auch für ihren nächsten Standort als Ziel. Innerhalb der Stadt wird Mitte am häufigsten genannt. Auch Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg gehören zu den häufiger genannten Zielbezirken.

Parallel dazu weist eine Sonderauswertung des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg für Charlottenburg-Wilmersdorf auf eine schwächere Gründungs- und Zuzugsdynamik hin. Im Vergleich der ersten Halbjahre 2024 und 2026 sank die Zahl der Neugründungen im Bezirk von 2.164 auf 1.400 Unternehmen. Die Zahl der Firmenzuzüge ging im gleichen Zeitraum von 136 auf 55 Unternehmen zurück.

„Die Zahlen zeigen keine Abwanderung aus Berlin, sondern Bewegung innerhalb der Stadt“, sagt Sebastian Blecke, operativer Geschäftsführer der GSG Berlin. „Charlottenburg-Wilmersdorf bleibt für umzugswillige Unternehmen ein gefragter Zielbezirk, verliert aber zugleich bei Gründungen und Zuzügen deutlich an Dynamik. Für die City-West ist das kein Alarmsignal. Es zeigt aber, dass der Bezirk seine Stärke als Büro- und Unternehmensstandort aktiv weiterentwickeln muss.“

Zentrale Ergebnisse der Auswertungen

  • Knapp drei von zehn befragten Unternehmen mit Sitz in Berlin planen in den kommenden 18 Monaten einen Standortwechsel.
  • Rund acht von zehn umzugswilligen Berliner Unternehmen wollen in der Hauptstadt bleiben.
  • Innerhalb Berlins wird Mitte am häufigsten als Ziel genannt. Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg gehören ebenfalls zu den häufiger genannten Zielbezirken.
  • Die Zahl der Neugründungen in Charlottenburg-Wilmersdorf sank im Vergleich der ersten Halbjahre 2024 und 2026 von 2.164 auf 1.400 Unternehmen.
  • Die Zahl der Firmenzuzüge nach Charlottenburg-Wilmersdorf ging im gleichen Zeitraum von 136 auf 55 Unternehmen zurück.
  • In der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft sank die Zahl der Neugründungen im Bezirk von 100 auf 63 Unternehmen, die Zahl der Firmenzuzüge von 42 auf 7 Unternehmen.

Besonders sichtbar wird die schwächere Dynamik in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, die traditionell zu den wichtigen Branchen des Bezirks zählt. Während Charlottenburg-Wilmersdorf bei den Neugründungen insgesamt zurückging, entwickelten sich andere Innenstadtbezirke robuster: In Mitte, Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg stieg die Zahl der Neugründungen im Vergleich der ersten Halbjahre 2024 und 2026.

Veränderte Anforderungen an Büroflächen

Auch die Anforderungen an Büroflächen verändern sich. Die Umfrage zeigt, dass viele Unternehmen bis 2031 mit flächenrelevanten Veränderungen durch Homeoffice, Verdichtung, veränderte Nutzungskonzepte oder den Einsatz Künstlicher Intelligenz rechnen. Auffällig ist die Überschneidung: Rund acht von zehn Unternehmen, die Veränderungen durch Homeoffice, Verdichtung oder neue Nutzungskonzepte erwarten, rechnen zugleich mit KI-bedingten Effekten auf ihre Büroflächennachfrage.

„Homeoffice und Künstliche Intelligenz verändern die Flächenplanung vieler Unternehmen nicht isoliert voneinander“, sagt Blecke. „Das Büro verliert dadurch nicht automatisch an Bedeutung. Aber die Anforderungen steigen: Standorte müssen gut erreichbar sein, flexible Flächen bieten und einen klaren Mehrwert gegenüber dem Arbeiten von zu Hause schaffen.“

Aus Sicht der GSG Berlin zeigen die Auswertungen, dass Standortentscheidungen von Unternehmen differenzierter werden. Neben Lage und Erreichbarkeit gewinnen Flächeneffizienz, Nutzungsmischung und Anpassungsfähigkeit der Immobilien an Bedeutung. Gerade gewachsene Gewerbestandorte können davon profitieren, wenn sie unterschiedliche Flächentypen und Nutzungen verbinden.

Über die statistischen Auswertungen

Die Umfrage von Trend Research Hamburg wurde im Auftrag der GSG Berlin im Online-Access-Panel durchgeführt. Insgesamt nahmen 536 Personalentscheiderinnen und Personalentscheider teil. Für die in dieser Mitteilung verwendeten Umfragewerte wurde die Teilgruppe der 440 angestellten Personalverantwortlichen ausgewertet. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 1. Juli und dem 6. August 2026.

Die Sonderauswertung des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg im Auftrag der GSG Berlin betrachtet die Entwicklung von Unternehmensgründungen und Firmenzuzügen in ausgewählten Berliner Bezirken vom ersten Halbjahr 2024 bis zum ersten Halbjahr 2026. Im Fokus stehen Mitte, Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg und Charlottenburg-Wilmersdorf.

GSG Berlin – Ein Berliner Original

Mit fast 1 Mio. m² ist die GSG Berlin der bedeutendste private Büro- und Gewerbeflächenvermieter Berlins. Das Portfolio umfasst Flächen von 20 bis 20.000 m² Größe zur Nutzung als Produktionsstätte, Büro, Werkstatt oder Lager in architektonisch imposanten Gewerbehöfen und modernen Gewerbeparks. In den über 40 innerstädtischen Liegenschaften der GSG Berlin, die vollständig an das Glasfasernetz angeschlossen sind, haben sich mehr als 1.500 Unternehmen angesiedelt – vom innovativen Start-up über produzierendes Kleingewerbe bis hin zum global tätigen Konzern.

Die 1965 gegründete GSG Berlin, seit 2013 unter dem Dach der internationalen CPI Property Group, versteht sich als zuverlässiger Partner des Berliner Mittelstands und möchte ihrer Verantwortung für die Stadtgesellschaft gerecht werden. So werden aktuell etwa die Berliner Unterwelten, der Karneval der Kulturen oder die Berliner Stadtmission unterstützt.

Weitere Informationen:

www.gsg.de


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