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Städtebaulicher Vertrag macht den Weg für das Neubauprojekt Westend frei

Neubauquartier Westend

Anfang April haben die Deutsche Wohnen und der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf einen Nachtrag zum städtebaulichen Vertrag für das lang geplante Bauvorhaben im Westend unterzeichnet. Schwerpunkt der neuen Vereinbarungen war ein noch einmal deutlich erweiterter Schutz der Bestandsmieter.

Henrik Thomsen, Chief Development Officer (CDO) der Deutsche Wohnen SE begrüßte die Einigung: „Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Bezirk alle eventuellen Unsicherheiten ausgeräumt zu haben. Damit können wir unseren Mieterinnen und Mietern einen verlässlichen Rahmen sowie die größtmöglichen Sicherheiten für ihren dauerhaften Verbleib in der Siedlung geben. Wir wollen mit dem Neubau des Quartiers im Westend ein Projekt realisieren, welches baulich, ökologisch und sozial beispielhaft für Charlottenburg-Wilmersdorf ist und dringend benötigten Wohnraum schafft“.

Für Oliver Schruoffeneger, Baustadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf ist damit der Weg zum Bauleitplan und Baugenehmigung geöffnet worden: „Mit dem geplanten Bauprojekt entsteht dringend benötigter, bezahlbarer und nachhaltiger Wohnraum in Charlottenburg-Wilmersdorf. Für die Mieterinnen und Mieter haben wir gemeinsam sozialverträgliche Regelungen gefunden, die es allen ermöglicht, auch in Zukunft in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben.“

Neubauprojekt in Westend bekommt baureife Planung

Bisher befindet sich das zeitweise umstrittene Projekt noch in der Planungsphase. Die bestehenden Gebäude der ehemaligen britischen Alliierten-Siedlung wurden in den 1950-er Nachkriegsjahren nicht für eine lange Lebensdauer geplant. Einfachste Bauweise und die schnelle Umsetzbarkeit standen im Vordergrund, was den verbesserungswürdigen Bauzustand sowie die geringen energetischen Standards der Häuser erklärt. Die neue Siedlung wird auf dem Fußabdruck der bestehenden aufbauen, wobei der Baumbestand und die sich daraus ergebende parkähnliche Ausstrahlung als identitätsstiftendes Merkmal des Quartiers erhalten bleibt.

Das neue Quartier wird entsprechend des städtebaulichem Konzepts von Tegnestuen Vandkunsten (Kopenhagen) gebaut. Mehrere unterschiedliche Architekturbüros sollen für eine vielfältige Gestaltung eingebunden werden.

Das Vorhaben wird im Rahmen des Berliner Modells der Kooperativen Baulandentwicklung realisiert, das Ersatzneubauten für die zunächst im Quartier zurückzubauenden Gebäude schafft. Insgesamt sollen künftig 369 neue mietpreisgebundene Wohnungen in Westend entstehen, die später an Mieter:innen mit einem Wohnberechtigungsschein vergeben werden. Sie bieten auch Raum für die bisherigen Bewohner:innen der Siedlung.

Nachhaltigkeit und hoher Wohnwert

Die Deutsche Wohnen legt als Bauherr auf eine durchgängig auf Nachhaltigkeit ausgelegte Planung und Baudurchführung. Das Projekt wird daher von Anfang an durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) begleitet und soll nach Fertigstellung zertifiziert werden.
Insgesamt plant und baut die Deutsche Wohnen im Berliner Ortsteil Westend in direkter Nachbarschaft zum Olympiastadion ein modernes, integriertes Stadtquartier mit 665 Mietwohnungen, einer Kita und einigen Gewerbeeinheiten.

Bisheriger Vorlauf zum Bebauungsplanverfahren

Das für Westend wichtige Bauvorhaben ist schon seit über drei Jahren in Vorbereitung. Nach Unterzeichnung des zweiten Nachtrags zum städtebaulichen Vertrag vom 13. März 2018 und dem aktuellen Nachttrag, folgen die weiteren Schritte im Bebauungsplanverfahren. „Wir hoffen darauf, gemeinsam mit dem Bezirk und allen Beteiligten zügig das weitere Planverfahren auf dieser guten Basis fortzusetzen. Denn wir wollen endlich loslegen, um dieses großartige neue Quartier zu bauen“, fasste Henrik Thomsen zusammen.
Die Fortführung des Bebauungsplanverfahren ist dabei der nächste wichtige Schritt. Wir hoffen auf Festsetzung des Bebauungsplans noch in diesem Jahr. Ein Baubeginn wäre dann frühestens Mitte/Ende 2022 realistisch.

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann begrüßte die neue Entwicklung:

„Ich freue mich, dass es nunmehr Klarheit für dieses Bauvorhaben gibt!
Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung haben sich engagiert und erfolgreich für die Interessen der Bestandsmieter*innen eingesetzt. Die Deutsche Wohnen hat sich nach intensiven Verhandlungen zu tragfähigen Kompromissen bereitgefunden, was ausdrücklich anzuerkennen ist.“

Für Baustadtrat Oliver Schruoffeneger haben sich die intensiven Verhandlungen und Vorgespräche gelohnt:

„Mit dem geplanten Bauprojekt entsteht dringend benötigter, bezahlbarer und nachhaltiger Wohnraum in Charlottenburg-Wilmersdorf. Für die Mieterinnen und Mieter haben wir gemeinsam sozialverträgliche Regelungen gefunden, die es allen ermöglicht, auch in Zukunft in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Insgesamt haben wir für 369 Wohnungen Mietobergrenzen vereinbart. Insgesamt werden rund 650 Wohnungen gebaut. Das geht weit über die Regelungen des Berliner Modells hinaus. Auch bezüglich der vereinbarten Nachhaltigkeitsstandards bin ich mit dem Vertrag letztendlich zufrieden.“

Über die Deutsche Wohnen

Die im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf anssäsige börsennotierte Deutsche Wohnen SE sieht sich selbst in der gesellschaftlichen Verantwortung und Pflicht, lebenswerten und bezahlbaren Wohnraum in lebendigen Quartieren zu erhalten und neu zu entwickeln. Mit dem Stadtumbau- und Neubauprojekt im Westend positioniert sich die Deutsche Wohnen als nachhaltiger Wohnungsinvestor. Im Bestand der Deutsche Wohnen waren bis zum 31. Dezember 2020 insgesamt ca. 155.400 Wohn- und 2.900 Gewerbeeinheiten.
Das Unternehmen hat eine Klimastrategie für den gesamten Bestand aufgelegt und will bis zum Jahr 2040 Klimaneutralität erreichen.

Weitere Informationen:

www.deutsche-wohnen.com