Dienstag, 05. März 2024
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Ist Berlin schon reif für ein „SmartCity-Konzeptverfahren“ für das ICC-Berlin?

ICC - Internationales Congress Centrum

Von Michael Springer

Senator Schwarz springt mit seinen neuen Leitlinien für ein Konzeptverfahren leider viel zu kurz! — Der Gebäudekomplex des ICC ist nicht nur eine Architektur-Ikone und ein „Aushängeschild.“ — Vielmehr ist das Internationale Congress Centrum ICC auch ein für die Berliner Metropolen-Region möglicher prägender Leit-Standort für die gesamte Wirtschaftsstruktur und künftiger Schlüssel-Treiber für die Wertschöpfung!

Leider wurde das ICC bisher von zu eng positionierten Lobbies auf Stillstand herunterregiert. — Dazu kamen „strukturelle Korruption“ und institutionelle Verquickungen in Aufsichtsräten von Messe und RBB. Notwendige und sinnvolle alternative Prüfungen und weiterführende Entwicklungsaufträge wurden verhindert.

ICC-Berlin: Das Berliner Stillstands-Syndrom wird sichtbar

Langjährig anhaltende Untätigkeit und Fantasielosigkeit von Wirtschaftssenator:innnen, auch von „Partner für Berlin“, von zu beteiligenden Verbänden wie VBKI, IHK und sogar UVB, haben aus einst visionären Architektur einen für ganz Deutschland peinlichen „Ideen-Friedhof“ gemacht! — Zuschauen statt Ändern!

Stillstand am Projekt — bei zu hoher hypersozialer Vernetzung und zu vielen überschneidenden Business-Cases — das ist das wirtschaftspolitische Berlin-Syndrom! — Dazu kommt nun der „grün-moderne“ Trend, „Bullshit-Castles“ mit ellenlangen „Chartas“ und „Agenden“ zu begründen und kartellartiges Community–Building zu fördern. — Aus der 365-Tage Modestadt Berlin wird so z.B. die textile Clubzene „Fashion-Week,“ ein Beispiel, das niemand auf Dauer begeistern kann!

Stadtweit verstärken sich Stillstands-Tendenzen — nicht nur am ICC! — Inzwischen hängen rund 400 €/Einwohner/Jahr in Agenturen und „AdFraud“ fest, ohne je ein digitales Geschäft anzutreiben!

Nach dem Bau-Desaster am BER-Teminal, ist das Internationale Congress-Centrum ein „failed Messe- und Medienstandort,“ der Berlin hunderte Millionen Euro an Wirtschaftspotentialen kostet. Ungezählte Zukunftschancen sind abgewandert oder vernichtet – und eine ganze Rundfunkanstalt wurde in die Misere geführt! Nebeneffekt: Journalismus und Pressefreiheit schrumpfen in Berlin — weil besinnungslos Datenökonomien in Drittstaaten mit Staatsgeldern subventioniert werden!

Hypersoziale Lobbies und No-Business-Netzwerke haben das ICC jahrelang ausgebremst. Mögliche volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Entfaltung wurde verhindert. Die einzig richtige Idee der Gründung einer „SmartCity-Entwicklungsgesellschaft“ wurde bisher auch nicht aufgegriffen!

Zeit droht erneut verschwendet zu werden: denn Investorenauswahlverfahren sind bei fortgeschrittener Digitalisierung und Virtualisierung von Messen und Kongressen inzwischen auch sehr riskant! — Mehrjährige verkehrs- und städtebaulichen Veränderungen im Umfeld des ICC behindern zudem alle Investitionsrechnungen. — Synergien in der Stadt entstehen so auch nicht!

Das neue Internationale Congress-Centrum muss vor allem als eine Schlüssel- und Zukunftsinvestition der Metropolenregion Berlin, der gesamten Stadtgesellschaft und der Wirtschaft in der Bundeshauptstadt Berlin betrachtet werden!

Engpässe und Chancen des ICC-Gebäudekomplex liegen dicht beieinander. Synergien im Gebäude, auch in der Organisation und vor allem in der Stadtregion und involvierten Branchen sind künftig betriebsnotwendig ! — Warum gibt es bis heute in Berlin kein modernes, exportfähiges ÖPNV-Shuttle-System, das Verbindungen schafft? Etwa zwischen den Standorten

  • „Urban-Tech-Republic“ in Reinickendorf
  • Internationales Congress-Centrum mit Bahnhof im Untergeschoß
  • EUREF-Campus und Südkreuz
  • Technologiepark Adlershof
  • Flughafen Berlin-Brandenburg (BER).

ICC-Berlin: viele neue Chancen entstehen aus nutzbaren Synergien

Das ICC hat Chancen als ein zukunftsweisender und branchenübergreifend nutzbarer „Kristallkern und kommunikativer sozialen Prozesssor.“
Denn in einer „analog-human, medial und digital kommunizierenden“ deutschen Hauptstadt und Metropolregion dreht sich auch künftig alles um Beziehungen, Netzwerke und Öffentlichkeiten, die neue Märkte konstituieren. — Je größer die Reichweiten, Vernetzungen UND Öffentlichkeiten, desto größer sind Märkte und induzierte Wertschöpfungs- und Wohlstandseffekte.

Aus dieser Perspektive mit dem ICC ein „synergetischer Messe- Kongress und Medienstandort mit Kultur“ zu planen, der mit ganz Berlin und der Welt vernetzt ist.

Ein „SmartCity-Konzeptverfahren“ für das ICC-Berlin ist mehr als eine immobilienwirtschaftliche Investition, die auf einem Grundriß mit Nutzungen und Nutzungszeiten rechnet und plant.

Innovative Konzepte für Events, Kulturprogramme und Erlebnisqualitäten müssen geplant und umgesetzt werden. Medien- und Veranstaltungswirtschaft müssen das Konzept mitbestimmen, und nicht nur zeitweilige Mieter sein!

Erreichbarkeit, Ticketing, Hotel und Incentives und Business-Tarife und Mobilitätslösungen erlauben gesamtwirtschaftliche Synergien. Internet- und Medienwirtschaft können auch weltweit per Streaming Wertschöpfung tragen.

Tägliche Auslastung, dazu lizensierte Messewerbung in der Region und in der Welt, könnten zum Erfolg beitragen. Auch die Internet- und Medienwirtschaft könnten neue EU-weite Impulse setzen!

Die weltgrößte Internationale Tourismusbörse ITB-Berlin der Messe Berlin zeigt übrigens bestens die globalen Perspektiven auf, die auch in vielen anderen Branchen in Berlin möglich sind!

Die Bundeshauptstadt Berlin braucht eine große Idee für das neue ICC. — „Globale und orbitale Ausstrahlung“ in Medien & Presse, im sichtbaren Internet, unsichtbaren Internet der Dinge und im Internet der Sinne sind gefordert. Dabei kann das ICC zum „Showcase“ und „Showroom“ der Smart City Berlin werden, der Besucher, Kunden und „Städtetouristen“ magisch anziehen kann!


Einfach.SmartCity.Machen: Berlin! — Das Mediennetzwerk Berlin rollt ein Konzept der „Offenen Redaktionellen Gesellschaft“ (ORG) aus, das Presse, Stadtinformation und alle echtzeitfähigen Transaktions- und Internetmärkte verbindet. Offene Standards der „Aufmerksamkeitsökonomie“ werden genutzt, mit fairen und nachhaltigen „Wertschöpfungskorridoren“ für alle Citizens & Companies.
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Transparenzhinweis: der Autor hat 1994/1995 drei mehrtägige U-Tech-Kongresse im ICC organisiert und kennt die Gegebenheiten vor Ort und ist noch immer positiv „chancenbefangen!“