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Tiny House Festival an der Urania

Tiny Town Urania

Wenn Mieten steigen, Wohnen fast unbezahlbar wird, sprießen die Ideen, wie man der Wohnungsnot entkommen kann. Die Tiny-House-Bewegung ist auch in Berlin angekommen. Erst am Bauhaus-Museum – und jetzt auf dem Vorplatz der Urania.

Das Tiny Town Urania ist eine kleine Ministadt, bestehend aus Tiny Houses und dem 100 €-Haus, das als schmale Mieteinheit gerade 100 € Monatsmiete kosten soll.
Tiny-Houses sind mobil verlastbar, und haben in der Regel LKW-Breite oder Anhängermaße und sind auf Fahrgestelle montiert. So können über Nacht ganze Tiny-House-Städte entstehen, eine Idee, die wohl zuerst auf den Burning-Man-Festivals in Nevada und in anderen Staaten der USA entstanden ist.

Die Initiatoren sehen darin ein ein künstlerisches Experiment als Anregung für Städteplaner*innen und Zivilgesellschaft, um neue Arbeits- und Wohnmodelle zu erproben. Zugleich sind es „Fingerübungen“ für junge Architekten und Achitekturstudenten an den Technischen Hochschulen.

„Wie sehen Arbeitsräume aus, wo Kinder willkommen sind? Wie wird Bildung, Gastronomie, Tourismus, Industrie und Wohnen in Einklang gebracht? Was wäre, wenn wir Stadtentwicklung als offenen Prozess zulassen, ohne Masterplan, ohne die bekannten Muster der langwierigen Genehmigungsverfahren.“

An der Urania hat Architekt Van Bo Le-Mentzel eine kleine Tinyhouse University geschaffen, in der viel über das Thema erfahren und gelernt werden kann.
Themen des Festival sind: Die Stadt der Zukunft, bezahlbarer Wohnraum und Do It Yourself als nächste Stufe der Bürgerbeteiligung.

Van Bo Le-Mentzel lädt ein: „Unsere Tiny Houses gruppieren sich um einen Platz, den wir Bürgerplattform nennen. Hier können sich Studierende, Künstler*innen, junge Wissenschaftler*innen, junge Familien treffen. Ziel ist es, Begegnungen zu schaffen für sie, die Bürger*innen, und Nachbarn der Urania.“
Er erläutert sein Konzept: „Um den Austausch zu erleichtern schaffen wir Anlässe: Ein Café, ein Tiny Restaurant (Food Truck), ein Co-Working Space und eine Ausstellung („99 Books“) laden zum Verweilen, Diskutieren und Ideen-Spinnen ein. Highlight des Dorfes sind die Bau-Workshops. Hier entstehen DIY-Möbel und gar ganze Tiny Houses. Schon für 10.000 Euro können hier interessiert sich ihr eigenes Tiny House bauen. Auch Probeschlafen in einem Tiny House ist möglich. Hier wollen wir über die Zukunft der Stadt sinnieren: Wohnungsmangel, Visionen für die City-West (ICC/Temporäre Wohnungen auf Mittelinseln, Technische Intelligenzen, Mobilität, Migration).“

Es darf auch gehämmert und gesägt werden, es dürfen auch Späne fallen. Das Tiny Town Urania Festival verwandelt die Stadt in eine offene Werkstatt.

Mittwoch, 18. Juli 2018 um 16:00 Uhr bis
Montag, 3. September 2018 um 20:00 Uhr
Tiny Town Urania Festival
Ausstellung
Eintritt frei
Eine offene Werkstatt für eine offene Gesellschaft

Urania Berlin e. V. | An der Urania 17 | 10787 Berlin | www.urania.de/tiny-town-urania-festival

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