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„Musik in Freiheit“ – Appell und Einladung zur offenen Debatte

Netzwerk Musik in Freiheit

Gastbeitrag: Sabine Seide

In Zeiten, in denen Grund- und Menschenrechte aushebelnde 2G- und 3G-Regelungen im Alltag des öffentlichen Lebens angekommen sind und in einigen politischen Kreisen bereits gar eine 2G+-Norm „diskutiert“ wird, melden sich Hunderte professionelle Musiker in einer bundesweiten Initiative mit einem Manifest zu Wort:

„Wir sind ein junges Netzwerk, bestehend aus professionellen Musikern aller musikalischen Genres, sowohl freischaffend als auch in Festanstellung in Deutschland sowie international tätig. Wir sind Angehörige renommierter Orchester, Bands und Ensembles, Solisten, Musikschaffende und Lehrende.

Wir sehen es als unsere Pflicht, auf die seit Generationen gewachsenen Werte unserer Kultur hinzuweisen: „Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.“, heisst es in der Resolution der UN- Generalversammlung 1948. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.“


Das Manifest ist Erinnerung und Mahnung zugleich: Politisches und gesellschaftliches Handeln kann in einer Demokratie nur auf Basis der Grund- und Menschenrechte erfolgen. In diesem Zusammenhang benennen sie in der ausführlichen Manifestfassung zahlreiche Gesetze und Resolutionen und beziehen sich u.a. auf den UN-Sozialpakt oder die Charta der Grundrechte der Europäischen Union.

Die Musikerinitiative, der u.a. auch bekannte Persönlichkeiten wie Julia Neigel, Markus Stockhausen, Daniel Wirtz und Nina Adlon angehören, fordert daher eine längst überfällige offene, konstruktive und vor allen Dingen ausgewogene Debatte über die wissenschaftliche Bewertung der Situation und den politischen Umgang mit der Lage, die auf einen Konsens in der Gesellschaft ausgerichtet sein sollte.

Das Manifest in deutscher und englischer Sprache sowie die Unterzeichnerliste sind hier direkt abrufbar; ebenfalls kann es mitgezeichnet werden.

www.musik-in-freiheit.de

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Debatten und Themenbeitrag zur Kunstfreiheit:
„Kulturschaffende“ bitte abschaffen! 5.10.2021