Home > Aktuell > In der City-West fehlt bezahlbarer Wohnraum

In der City-West fehlt bezahlbarer Wohnraum

Wohnen wird zu teuer

In der City-West gibt es im statistischen Vergleich zu wenig bezahlbaren Wohnraum. Charlottenburg-Wilmersdorfs Stadtentwicklungsstadtrat Oliver Schruoffeneger (Bündnis 90/Grüne) sieht deshalb Bausenator Sebastian Scheel (DIE LINKE) in der Pflicht, Wohnungsgesellschaften und Genossenschaften dabei zu unterstützen, auch in der City West bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Die Beantwortung einer schriftlichen Anfrage aus dem Abgeordnetenhaus hat Schruoffeneger zufolge erneut einen erheblichen Handlungsbedarf für den Berliner Senat aufgezeigt.

Während die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften insgesamt 19,5 Prozent des Berliner Wohnungsbestands besäßen, seien es in Charlottenburg-Wilmersdorf lediglich 9,6 Prozent.

Bei den Genossenschaften sind es laut der Anfrage gesamtstädtisch 11,4 Prozent gegenüber 4,7 Prozent in der City West.

In Berlin sind also 30,9 Prozent der Wohnungen im Eigentum genossenschaftlicher oder öffentlicher Strukturen, im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf nur ganze 14,3 %.

Oliver Schruoffeneger sagte dazu:

„Um die ausgewogene soziale Mischung der Bevölkerung auch im westlichen Innenstadtbezirk zu sichern, ist es dringend notwendig, den genossenschaftlichen und öffentlichen Strukturen durch entsprechende Zusatzförderprogramme auch in Charlottenburg-Wilmersdorf den Erwerb von Flächen und Wohnungen sowie den Neubau zu erleichtern.
Angesichts der horrenden Bodenpreisentwicklung in unserem Bezirk haben wir sonst sehr bald nur noch teure Eigentums- oder Mietwohnungen. Der Senat muss dieses Problem, auf das ich seit drei Jahren regelmäßig hinweise, endlich ernst nehmen und Lösungsstrategien entwickeln.“


Der Fehlbedarf an sozialen Wohnraum in Charlottenburg-Wilmersdorf kann nur gedeckt werden, wenn auch die Baupolitik intelligente Lösungen entwickelt. Dafür steht auch das gesamte Instrumentarium des besonderen Städtebaurechts zur Verfügung, das auch Stadtumbau, Bebauung von bisherigen Verkehrsflächen und eine stärkere Verdichtung nutzen kann.
Vor allem aber kommte es auf eine intelligentere Nutzun bestehender Städtebauprogramme des Bundes und der Europäischen Gemeinschaft an.